So wie es verschiedene Sorten Eis gibt, gibt es auch Unterschiede zwischen uns Menschen, wie die Introversion und Extroversion.

Extro- und Introversion und das Selbstbewusstsein

Wir alle kennen Menschen, die auf jeder Party, auf jedem Event dabei sind. Und dann gibt es diejenigen, die, statt auf Partys zu gehen, lieber mit einem guten Buch zuhause bleiben. Extrovertiert und introvertiert sind die beiden Begriffe, die darauf passen. Doch was steckt dahinter? Und wie hängen sie mit Selbstbewusstsein zusammen?

Eine kurze Definition

Mit den Begriffen beschreiben wir, wo der Fokus einer Person liegt. Extrovertiert steht dabei für „nach außen gerichtet“, introvertiert für „nach innen gerichtet“. Beides bezieht sich auf unsere Gedanken und Gefühle und auf die Art wie wir wahrnehmen.

Wie lassen sich extrovertierte und introvertierte Menschen erkennen?

Sich Zeit für sich nehmen: Die Introversion

Introvertiert Bedeutung: Hier liegt der Fokus auf dem Innen, also auf der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt. Diese Menschen verbringen auch gerne mal Zeit nur mit sich selbst und benötigen diese auch, um ihre Energie wieder aufzuladen. Vor allem nach viel Zeit unter Menschen, merken sie, dass sie ihre Ruhe brauchen, um wieder Kraft zu tanken.

Typische Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen sind u.a.:

  • Ruhigeres Temperament
  • Unternehmen gerne etwas allein oder im kleinen Kreis mit guten Freunden
  • Aufmerksame Zuhörer
  • Brauchen manchmal länger, um Entscheidungen zu treffen, weil sie alle vorhandenen Informationen berücksichtigen

Spontaneität und Unternehmungslust: Die Extroversion

Extrovertiert Bedeutung: Extrovertierte haben ihren Fokus im Außen, also auf dem was um sie herum passiert: ihre Mitmenschen, Events, … Sie tanken Kraft, wenn sie unter Menschen sind – allein sein kann ihnen wiederum Energie ziehen.

Typische Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen sind z.B.:

  • Gesprächig
  • Sind gerne unterwegs und offen für neue Unternehmungen
  • Lebendige Erzähler
  • Impulsiv, z.B. bei Entscheidungen – sogenannte Bauchentscheidungen

Wichtig ist: wir sind weder zu 100% intro- oder extrovertiert. Aber eines von beidem steht im Vordergrund und macht sich stärker bemerkbar.

Kann man gleichzeitig introvertiert und extrovertiert sein?

Wer merkt, dass er von beidem viel in sich trägt, könnte ambivertiert sein.

Was ist Ambiversion?

Ambivertierte Menschen lassen sich weder eindeutig der Intro- noch der Extroversion zuordnen – sie weisen von beidem Merkmale auf. Sind Sie z.B. im Berufsleben eher ruhiger und halten sich im Hintergrund, unter Freunden blühen sie jedoch auf und zeigen sich offener, könnten Sie gut ambivertiert sein.

Partnerschaften: Passen introvertierte und extrovertierte Partner zusammen?

Das lässt sich natürlich nicht verallgemeinern – was für den einen passend ist, kann für den anderen ein No-Go sein. Fakt ist aber: Intro- und extrovertierte Menschen können sich gut ergänzen und voneinander lernen. Der eine Part kann lernen, ruhiger zu werden und wieder mehr zu sich selbst zu finden, der andere lernt mehr aus sich herauszukommen und erlebt Sachen, an die er ohne den extrovertierten Partner niemals gedacht hätte. Die Unterschiede bergen Potenzial für starkes Interesse und Anziehung zueinander. Doch sie können auch zum Hindernis werden und eine Beziehung belasten. Der Einzelfall, also Ihre persönlichen Wünsche und wie Sie gestrickt sind, ist daher entscheidend.

Das Berufsleben: Äußerung von introvertierten oder extrovertierten Menschen auf der Arbeit

Für das Berufsleben bringen beide Persönlichkeitsmerkmale andere Stärken mit. Während extrovertierte Mitarbeiter gerne in der Kaffeepause Smalltalk halten und schnell mit anderen warm werden, bewundern andere an ihrem ruhigeren Kollegen den intensiven, konzentrierten Fokus auf die Arbeit.

Wie jemand gestrickt ist, zeigt sich im Berufsleben u.a. an:

  • Umfeld:
    Extrovertierte mögen es häufig laut, lebendig und schätzen es, wenn sie von vielen Kollegen umgeben sind. Sie verfügen in der Regel über ein hohes Kommunikationsgeschick und benötigen ein lebendiges Umfeld, um ihre volle Leistung freisetzen zu können.
    Introvertierte dagegen sind am leistungsfähigsten, wenn sie in einer ruhigen Umgebung arbeiten. Sie haben kein so ausgeprägtes Bedürfnis nach äußeren Reizen und werden durch diese nicht motiviert. Wenig bis keine Kollegen um sie herum ist für sie am angenehmsten – Homeoffice ist daher für viele ein wahrer Segen.
  • Routine:
    Extrovertierte mögen die Abwechslung und sind offen für neuen Input: bei immer verschiedenen Aufgaben, Kollegen oder Kunden gehen sie auf. Eine routinierte Arbeitsweise liegt ihnen also weniger.
    Ganz anders verhält es sich mit der Introversion – diese Menschen mögen so eine Arbeitsweise sehr. Da sie die Zeit mit sich und ihren Gedanken schätzen, wird ihnen auch bei Tätigkeiten, die sehr viel Ruhe und Konzentration benötigen, nicht langweilig. Vielmehr können sie da ihre Stärken miteinbringen.

Schüchternheit

Häufig werden introvertierte Menschen aufgrund ihres ruhigeren, zurückhaltenden Temperaments fälschlicherweise für schüchtern gehalten. Doch zwischen den beiden Begriffen steckt ein großer Unterschied.

Was ist Schüchternheit?

Schüchterne Menschen zeichnet oft eine Unsicherheit und Hemmung im Umgang mit anderen aus. Sie haben Angst davor, zurückgewiesen zu werden und reagieren mit Vorsicht und Zurückhaltung. Häufig haben schüchterne Menschen ein niedriges Selbstwertgefühl, was sich in dem ängstlichen Verhalten niederschlägt. Eine stark ausgeprägte Schüchternheit überwinden lässt sich u.a. mit einer Psychotherapie.

Wie unterscheiden sich Schüchternheit und Introversion?

  • Ängstliches Verhalten: Schüchterne Menschen sorgen sich davor, von anderen negativ bewertet zu werden und leben mit dem Gedanken, nicht gut genug zu sein. Introvertierte Menschen, die über Selbstbewusstsein verfügen, sind davon nicht betroffen.
  • Sozialen Austausch vermeiden: Weil schüchterne Menschen sich davor fürchten, zurückgewiesen zu werden, kann es dazu kommen, dass sie den sozialen Austausch vermeiden. Aus Angst vor der Angst. Introvertierte Menschen kennen das – sie vermeiden den Austausch jedoch nicht aus Angst, sondern weil sie Zeit für sich benötigen, um ihre Batterien wieder aufzuladen.
  • Fehler um jeden Preis vermeiden: Schüchterne Menschen haben Sorge davor, Fehler zu machen, denn sie nehmen Fehler als Blamage wahr und fürchten, dafür von anderen abgewertet zu werden. Introvertierte, die selbstbewusst sind, haben eine andere Sichtweise: sie sehen Fehler als wichtig an und als Chance, sich zu verbessern.

Selbstbewusstsein

Da Introversion häufig mit Schüchternheit gleichgesetzt wird, wird diesen Menschen dadurch nicht gerade ein großes Selbstbewusstsein zugesprochen. Dabei hängt beides nicht zusammen und auch introvertierte Menschen können genauso gut wie extrovertierte selbstbewusst sein.

Woher kommt die Zuschreibung extrovertiert = selbstbewusst?

Wer selbstbewusst ist, kommuniziert klar seine Meinung, seine persönlichen Grenzen und hat kein Problem damit, auch mal im Mittelpunkt zu stehen. All diese Eigenschaften treffen auch auf Extrovertierte zu, die offen, kommunikationsstark und aktiv sind. Weil Introversion u.a. sich eher im Hintergrund halten, ruhiger sein und lieber zuhören als selbst zu reden bedeutet, wird diesen Menschen oft mangelndes Selbstbewusstsein zugeschrieben.

Introversion: 3 Tipps für mehr Selbstbewusstsein

Nicht alle Introvertierten leiden unter einem geringen Selbstbewusstsein. Doch es kann an uns nagen, wenn wir merken, dass wir nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Extrovertiertheit gilt nach wie vor als das Ideal. Häufig beginnt es schon in der Schulzeit, dass ruhigere Menschen für ihr Temperament kritisiert oder schief angeschaut werden. Die Reaktionen von außen können dazu führen, dass Introvertierte sich selbst ein Stück weit ablehnen, was sich negativ auf das eigene Selbstbild und Selbstbewusstsein auswirkt.
Mit 3 Tipps kann das Selbstbewusstsein schon jetzt wieder angehoben werden:

  1. Sehen Sie die Vorteile der Introversion: Sich die eigenen Stärken bewusst zu machen, stärkt das Selbstbild und Selbstbewusstsein. Mit der Introversion hängen diverse Stärken zusammen: Introvertierte sind ausgezeichnete Zuhörer, haben ein gutes Auge für Details, können sich auch an Kleinigkeiten erinnern, sind Organisationstalente und können gut konzentriert und fokussiert arbeiten. Natürlich treffen nicht alle diese Stärken auf alle Introvertierte zu – gehen Sie in sich und schauen Sie ganz für sich, was auf Sie zutrifft.
  2. Reflektieren Sie das Ideal: Machen Sie sich bewusst, dass das extrovertierte Ideal aktiv und künstlich von uns geschaffen wurde. Das bedeutet daher nicht, dass Introversion objektiv betrachtet etwas Schlechtes ist. Der aktuelle gesellschaftliche Blick ist zwar ein anderer als auf Extroversion. Sie können aber Ihren ganz eigenen schaffen, indem Sie sich von den gesellschaftlichen Erwartungen distanzieren.
  3. Seien Sie stolz auf sich: Den gesellschaftlichen Vorstellungen nicht ganz zu entsprechen kann traurig oder frustriert machen. Wechseln Sie Ihre Perspektive: anstatt sich darauf zu konzentrieren, an welcher Stelle Sie nicht ins Muster passen, loben Sie sich lieber für die Situationen, die Ihnen gerade deshalb einiges abverlangt haben – die Sie aber mit Bravour gemeistert haben.

Life Coaching als Unterstützung

Das Life Coaching hilft all denjenigen weiter, die an bestimmten Stellen oder mit bestimmten Themen allein nicht vorankommen oder blockieren. Diese Themen können eine berufliche Neuorientierung, Angst vor der Arbeit, Persönlichkeitsentwicklung oder auch die Frage „Wie kann ich selbstbewusster werden?“ sein.

Selbstbewusstsein stärken durch Coaching

Ihr Selbstbewusstsein steigern können Sie durch ein maßgeschneidertes Coaching bei mir – ganz egal ob Sie sich in Intro- oder Extroversion wiedererkennen. Im Rahmen des Coaching werden Ihnen Ihre ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten klarer – Human Design und Astrologie sind zwei wunderbare Wege dafür. Sie öffnen Ihnen die Tür zu sich selbst und helfen Ihnen dabei, sich selbst wieder klarer zu sehen. Sind Sie introvertiert und leiden unter einem negativen Selbstbild und Problemen mit dem Selbstbewusstsein, hilft Ihnen mein Coaching weiter. Auch wenn Sie sich die Frage stellen „Bin ich eine introvertierte, extrovertierte oder ambivertierte Persönlichkeit?“ erhalten Sie im Coaching die Antwort – dank meiner langjährigen Erfahrung in Human Design und Astrologie.

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