Eine Frau, die unter psychischen Problemen leidet, hat eine Sitzung bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Meine Psyche in guten Händen: Der Heilpraktiker für Psychotherapie

Die Zahl der Menschen, deren Psyche unter der Corona-Pandemie leidet, wächst. Viele haben mit innerer Unruhe und Sorgen zu kämpfen, fragen sich welche Folgen eine Erkrankung haben könnte und welche Maßnahmen auf sie zukommen werden. Wer alleine nicht mehr weiterkommt, sollte sich Unterstützung suchen. Eine Anlaufstelle neben Psychotherapeuten und Psychiatern ist der Heilpraktiker für Psychotherapie.

Ganzheitliche Medizin – Der Heilpraktiker

Wer in Deutschland die Heilkunde für die Behandlung von Schmerzen und Leid anwendet, ohne ärztliche Approbation, darf sich „Heilpraktiker“ nennen. Diese Berufsbezeichnung ist in Deutschland geschützt und richtet sich nach dem Deutschen Heilpraktikergesetz. Im Zentrum der Behandlung steht der Blick auf die Ganzheitlichkeit und die Rücksichtnahme auf Körper, Geist und Seele. Heilpraktiker arbeiten mit Methoden aus der Naturheilkunde, Naturmedizin und Komplementärmedizin. Anders verhält es sich mit dem Heilpraktiker für Psychotherapie.

Der Blick auf die Psyche: Der Heilpraktiker Psychotherapie

Diese Art des Heilpraktikers wendet in seiner Behandlung keine ganzheitliche Medizin, natur- oder komplementärmedizinische Methoden an. Sein Blick ist auf die menschliche Psyche gerichtet und seine Arbeit setzt an den Stellen an, an denen Menschen allein nicht mehr weiterkommen.

Mit Empathie, Akzeptanz und Wertschätzung dem Patienten gegenüber begegnet er diesem und seinen Anliegen. Psychische Probleme, Blockaden und Krankheiten sind die Ursachen, warum Menschen einen Heilpraktiker für Psychotherapie aufsuchen. Dieser entwickelt im Laufe der Behandlung zusammen mit dem Patienten Problemlösungen, hilft ihm bei Krisensituationen, bei der Aufarbeitung von Vergangenem oder von Traumata und bei der Entwicklung von positiven Zielen und einem kraftvollen Blick Richtung Zukunft. Dabei kann er aus einem großen Topf an verschiedenen Therapiemethoden und -ansätzen schöpfen, denn: so vielfältig wie die Behandlungsursachen sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Therapiefreiheit

Durch die freie Wahl an Therapieverfahren wird eine individuelle, ganz auf den Patienten und seine Bedürfnisse abgestimmte Behandlung ermöglicht. Verschiedene Ansätze und Methoden können entsprechend der Anliegen miteinander kombiniert werden. Solch eine Vorgehensweise hat sich in der Praxis äußerst bewährt und verspricht einen maximalen Nutzen.

Beispiele für therapeutische Verfahren, die bei einer Behandlung zum Tragen kommen können:

  • Systemische Therapie: In der Systemischen Therapie wird das System um den Patienten genauer unter die Lupe genommen – also das Umfeld, die Personen, die dem Patienten nahestehen. Die Beziehung zwischen dem Patienten und diesem System spielt eine zentrale Rolle.
  • Kognitive Verhaltenstherapie: Hier werden zwei Ansätze miteinander verknüpft: die Verhaltens- und die kognitive Therapie. Diese Art der Therapie ist lösungsorientiert, der Fokus liegt auf aktuellen Themen und Problemen.
  • Tiefenpsychologische fundierte Therapie: Anders verhält es sich mit diesem Therapieansatz. In der tiefenpsychologisch fundierten Therapie steht die Vergangenheit im Vordergrund und aktuelle Beschwerden sollen durch die Aufarbeitung von Erlebtem und Vergangenem gelöst werden.
  • Gesprächstherapie: Wer bin ich? Wie denke ich? Welche Glaubenssätze tun mir gut, welche schaden mir? All diesen Fragen widmet sich die Gesprächstherapie, mit dem Ziel der persönlichen Weiterentwicklung.
  • Analytische Psychotherapie: Dieser Ansatz befasst sich mit dem tiefgehenden Verständnis für sich selbst, das eigene Leben und die Herkunft der Probleme und Beschwerden.
  • Verhaltenstherapie: Hier wird weniger der Vergangenheit Aufmerksamkeit geschenkt als Problemen und Blockaden im Hier und Jetzt. Der Blick wird auf hinderliche Verhaltensweisen gelenkt und auf hilfreiche Techniken, diese zukünftig zu überwinden.
  • Paartherapie: Wenn ein Paar nicht mehr weiter weiß, ständig auf Kriegsfuß ist und Konflikte überhandnehmen, kann eine Paartherapie Abhilfe schaffen. Der neutrale Blick einer dritten Person hilft dem Paar, Verständnis füreinander zu entwickeln und sich wieder anzunähern.
  • Hypnotherapie: Dieser therapeutische Ansatz nutzt Hypnose und Trancezustände, um seelische und psychische Beschwerden zu lindern und Blockaden zu lockern.
  • Lichttherapie: Im Herbst und Winter leiden viele unter einer gedrückten Stimmung. Grund ist das mangelnde Sonnenlicht, was in Sonnenmonaten positive Auswirkungen auf unsere Stimmung hat. Die Lichttherapie setzt genau da an und hebt unsere Stimmung durch die Therapie mit Kunstlicht wieder an.
  • Traumatherapie: Wer traumatische Erlebnisse durchlaufen hat, leidet stark unter den Folgen. Die Traumatherapie unterstützt dabei, Kraft und Aktivität aufzubauen und der Zukunft optimistisch entgegenzublicken.

Wie arbeitet ein Heilpraktiker für Psychotherapie?

Die Arbeit konzentriert sich auf seelische Vorgänge, psychische Probleme und Krankheiten und die Unterstützung derjenigen Menschen, die herausfordernden Situationen entgegenblicken. Um an der richtigen Stelle anzusetzen und eine erfolgreiche Behandlung zu verzeichnen, ist ein vorangehendes Gespräch – Anamnese und Diagnostik – notwendig, in dessen Rahmen die Problematiken des Patienten herausgearbeitet werden.

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für den Heilpraktiker für Psychotherapie?

Wer in dem Beruf tätig werden möchte, kann dies z.B. in einer eigenen psychotherapeutischen Heilpraxis tun, als Angestellter bei einer Arztpraxis oder in einer Praxisgemeinschaft, in der andere Therapeuten wie beispielsweise Ergotherapeuten arbeiten.

Wo erhalte ich psychologische Hilfe?

Neben der Unterstützung durch einen Heilpraktiker für Psychotherapie gibt es noch weitere Anlaufstellen: psychosoziale Beratungsstellen oder sozialpsychiatrische Dienststellen können vor allem in akuten Situationen ebenfalls weiterhelfen. Wer auf der Suche nach einer Therapie oder Medikamenten ist, wird an diesen Stellen jedoch nicht fündig und sollte stattdessen einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufsuchen.

Was ist der Unterschied zwischen Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiatern und Heilpraktikern für Psychotherapie?

  • Psychologe: Hat ein Psychologiestudium erfolgreich abgeschlossen und arbeitet beispielsweise in der Beratung oder Wirtschaft.
  • Psychotherapeut:
    Ärztlicher Psychotherapeut: Hat ein Medizinstudium abgeschlossen – häufig sind es Psychiater, die sich eine zusätzliche Qualifikation eingeholt haben.
    Psychologischer Psychotherapeut: Hat Psychologie studiert und im Anschluss eine zusätzliche Ausbildung als Psychotherapeut erworben.
    Psychotherapeuten bieten im Rahmen verschiedener Therapieformen die Möglichkeit, Themen und Problematiken zu behandeln. Die ambulante Psychotherapie bietet einen Ort für die professionelle Bearbeitung psychischer Krankheiten und Probleme.
    Was ist der Unterschied zwischen den psychotherapeutischen Verfahren (Verhaltenstherapie / Tiefenpsychologie / Psychoanalyse)? Und wie finde ich heraus welche Therapie die richtige Therapie für mich ist?
    Welche Therapieform die richtige für einen selbst ist, hängt von den Wünschen ab, was in der Therapie bearbeitet werden soll. Die Verhaltenstherapie setzt den Fokus darauf, hinderliche Verhaltensweisen herauszuarbeiten und anzugehen. In der tiefenpsychologischen Therapie wird der Blick auf tiefliegende Bedürfnisse oder Problemthemen gelenkt. Die Psychoanalyse nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch und fokussiert stark auf Kindheitserfahrungen.
  • Psychiater: Hat ein Medizinstudium erfolgreich beendet und eine zusätzliche Qualifikation für die Psychiatrie erlangt. Kann Medikamente verschreiben, eine Möglichkeit zur Therapie gibt es i.d.R. jedoch nicht.
  • Heilpraktiker für Psychotherapie: Hat erfolgreich die Heilpraktikerprüfung absolviert und darf psychotherapeutische Maßnahmen anwenden.

Im Vergleich: Der Psychologische Berater

Im Gegensatz zu dem Heilpraktiker für Psychotherapie ist die Berufsbezeichnung „Psychologischer Berater“ nicht gesetzlich geschützt. Die Arbeit findet nicht mit psychisch erkrankten, sondern mit gesunden Personen statt. Die psychologische Beratung unterstützt Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung, dabei, Probleme effektiv zu lösen und Beziehungen auf Augenhöhe zu führen. Die Förderung der Zufriedenheit und der Lebensqualität steht zudem im Fokus.
Alle Menschen, die nach professioneller Hilfe suchen und sich in einer schwierigen Phase ihres Lebens befinden, finden hier die nötige Unterstützung.

Die Ausbildung und Überprüfung

Wer als Heilpraktiker für Psychotherapie tätig werden möchte, muss im Vorfeld keine Ausbildung durchlaufen. Allerdings wird eine Erlaubnis nach § 1 des Heilpraktikergesetzes benötigt. Diese erhält man, wenn die amtsärztliche Überprüfung durch das Gesundheitsamt erfolgreich war. Aufgrund des komplexen Wissens ist es sinnvoll einen Vorbereitungskurs zu besuchen. Form, Dauer und Kosten können bei den verschiedenen Anbietern stark variieren.

Infos zur Prüfung Heilpraktiker Psychotherapie: was ist wichtig zu wissen?

Wer die Prüfung absolvieren möchte, muss sich anmelden und eine Gebühr entrichten. Die Überprüfungen finden 2 x jährlich statt. Es handelt sich um eine schriftliche Überprüfung und nur wenn diese bestanden ist, wird man zur mündlichen Überprüfung zugelassen. Die weiteren Voraussetzungen sind dem Heilpraktikergesetz zu entnehmen.

Mit welchen Kosten für eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie muss ich rechnen?

Je nachdem ob Sie die Ausbildung als Fernstudium oder in Präsenz absolvieren, variieren die Kosten. Wer ein Fernstudium belegt, kommt günstiger weg – der Preis liegt zwischen 1000 und 2250 Euro. Präsenzkurse belasten den Geldbeutel schon mehr, hier liegen die Kosten bei 1700 bis 6000 Euro. Dafür sind jedoch vor Ort Ansprechpersonen und die direkte Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Auszubildenden.

Brauche ich Vorkenntnisse, um an einer Vorbereitung für die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie teilnehmen zu können?

Wie schon erwähnt, ist das nicht notwendig. Jeder, der beabsichtigt als Heilpraktiker für Psychotherapie zu arbeiten, sollte sich überlegen auf welches psychotherapeutische Therapieverfahren er sich fokussiere möchte. Je nachdem wie die Wahl ausfällt, dann eine entsprechende Ausbildung absolvieren.

Welche Abläufe und Inhalte erwarten dich in den Vorbereitungskursen zum Heilpraktiker für Psychotherapie?

Je nachdem ob Sie ein Fernstudium absolvieren oder die Ausbildung in Präsenz belegen, unterscheidet sich auch der Ablauf. Dieser ist also ganz individuell.
Der Inhalt der Ausbildung erstreckt sich auf drei Bereiche. Sie lernen über Psychologie, u.a. Jugend-, Beratungs-, Sozial- und klinische Psychologie, über verschiedene Methoden der Therapie und wie Sie psychische Krankheiten diagnostizieren und behandeln können.

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